„Uccellacci e uccellini“

Der Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe Dr. Frank Mentrup lädt herzlich ein:

Zur Einweihung des Brunnens
von Thaddäus Hüppi
am Clara-Immerwahr-Haber-Platz
durch Herrn Bürgermeister Michael Ober,
den Majolika Geschäftsführer Herrn Dr. Dieter Kistner
und Stiftungs-Vorstand Herrn Klaus Lindemann

Donnerstag, 28. Juli 2016 14:30 Uhr

Veranstaltungsort:
Clara-Immerwahr-Haber-Platz,
Anna-Lauter-Straße, Ecke Luise-Riegger-Straße
76137 Karlsruhe

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Uccellacci e uccellini
Große Vögel – kleine Vögel
Ein Brunnen für den Clara-Immerwahr-Haber-Platz, Karlsruhe
von Thaddäus Hüppi

 

Am Clara-Immerwahr-Haber-Platz soll die Aufenthaltsqualität für die Anwohner verbessert werden.
Hier treffen alle Generationen aufeinander, unterschiedliche gesellschaftliche Positionen
und Menschen aus vielen Weltregionen.
Oft erschwert aber genau dieser Umstand eine Begegnung
und es ist eher ein aneinander Vorbeigehen als aufeinander zu.
Mit einem Brunnen kann ein Ort geschaffen werden,
der für alle ein Treffpunkt sein kann, ein Ort der Identifikation,
eine Möglichkeit aufzuatmen und Gedanken und Begegnungen einfach zu machen.
Was ist nahe liegender als ein Gesicht? Viele Gesichter. Unterschiedlich.
Wie ein Blumenstrauß.
Oder ein Nest voller merkwürdiger junger und alter (auf jeden Fall bunter…) Vögel.
Was befreit mehr als eine lebendige komische Gesellschaft ?
Der Clara-Immerwahr-Haber-Platz in Karlsruhe ist schon aufgrund seines Namens politisch aufgeladen.
Aber so wichtig Geschichte und die Schwere von Geschichte ist,
so wichtig und sinnvoll im Geiste der Person, nach der dieser Platz benannt wurde ist es,
daß man hier Ruhe finden kann und die Freiheit einer Art bewässerten Gartens,
an dem sich Menschen in Ruhe lassen können oder auch ins Gespräch kommen
und sich freuen an den Typen, die hier Wasser speien, vielleicht auch „nah am Wasser gebaut“ haben?
Das Lebendige, das ein Brunnen schon immer bedeutet hat, spielt hier eine besondere Rolle.
Keramik vermittelt zwischen (Hoch-)Kunst und Volk. Wahrscheinlich schon immer.
Topf und Deckel, Kopf, Hand und Fuß. Wasser und Erde. Gefäß und Inhalt.
Das Gesicht. Und was es ausdrückt.
Jedes Wesen hat seine Berechtigung. In aller Unterschiedlichkeit.
Es ist ein Garten. Der muss gewässert werden.
Der Wasserhahn und viele wichtige Gestalten, die etwas erzählen.
Es wird „geplätschert“. Warum auch nicht.
Es ist das Befreiende, das ich in meinem Brunnen betone, das Lebendige.
Hier darf man sich treffen ohne Vorurteile. Wir sind gleich. Bunt und Bundesrepublik.
Der Brunnen ist gleich nebenan.
Das Einfache, das schwierig herzustellen ist.
Gut durchdacht und barrierefrei erreichbar.

©Thaddäus Hüppi, 2016